TUINA ANMO

Besonderheiten

TUINA ANMO ist eine langanhaltende und tiefgreifende Therapieform am Bewegungsapparat. Es kommen nicht nur die Handflächen, sondern auch Handrücken, Daumen, Fingerknöchel, Handkante, Unterarm und Ellbogen zum Einsatz. Mithilfe von Streichungen, Schiebungen, Knetungen und Reibungen, durch Drücken, Pressen, Abheben, Rollen, Klopfen, Klatschen, Vibrieren, Schütteln, Dehnen uvm. (zwischen 10 - 20 verschiedene Techniken kommen zur Anwendung), werden Haut, Muskulatur, Bänder, Sehnen, Bindegewebe und Faszien intensiv behandelt. 

Die Anwendung der Griffe erfolgt flächig als auch punktuell, lokal als auch reflektorisch (an Akupunkturpunkten oder Triggerpunkten). Die Arbeitsrichtung ist im oder gegen den Uhrzeigersinn, in oder gegen die Wirkrichtung der Meridiane.

Der therapeutische Effekt ist, dass Verklebungen (etwa durch ernährungsbedingte Verschlackung) und Verspannungen (Haltungsfehler) gelöst, äußere pathogene Faktoren (Nässe, Kälte, Hitze, Wind) beseitigt und die Gewebebeschaffenheit für Durchblutung und Stoffwechsel verbessert wird. Das heißt, die Leitfähigkeit für das "Qi" ist wiederhergestellt, was ein wohltuendes Gefühl von Entspannung mit sich bringt. In der TCM ist nämlich das freie Fließen der Lebensenergie "Qi" (sprich "Tschi") in den Meridianen die Voraussetzung für Gesundheit und Vitalität. Wie Elektrizität treibt Qi alle biologischen Funktionen voran, denn wo viel Qi ist, herrscht Lebendigkeit. Qi sieht man nicht, aber man spürt es, wenn es in die falsche Richtung fließt (z.B. Schluckauf), nicht genug vorhanden (etwa bei Abgeschlagenheit) oder blockiert ist (lokaler Schmerz).

Tuina Manualtherapie
Tuina Schröpfen

Schröpfen

Das Schröpfen (Ba Guan) erfolgt punktuell an Akupunkturpunkten und entlang der Meridiane, wobei Gefäße aus Bambus, Glas oder Kunststoff zum Einsatz kommen. Mithilfe des Vakuumeffekts wird das Gewebe angehoben, um so die Durchblutung und das Lymphsystem anzuregen. Aus Sicht der TCM wird "Altes" aus der Tiefe hervorgeholt und "Stagnation" beseitigt. Stagnation bedeutet eine Verlangsamung der Qi- und Blutzirkulation und des Stoffwechsels verursacht durch Kälte, Hitze, Feuchtigkeit, Prellungen oder Überbeanspruchung, was wiederum zu Verspannungen, Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen führen kann.

Olympia-Goldfisch Michael Phelps sorgte im Sommer 2016 mit seinen Schröpfmalen weltweit für Aufsehen und machte dieses uralte traditionelle Behandlungsverfahren wieder populär.

Schaben

Das Schaben (Gua Sha) unterstützt wie das Schröpfen den therapeutischen Effekt der Massage und erfolgt meist zu Beginn einer Behandlung. Gua Sha ist eine intensive Reizbehandlung des Gewebes mithilfe von Porzellanlöffeln, Jadesteinen oder Ähnlichem, wobei “Stagnation“ und “Hitze“ beseitigt werden. Ein Phänomen, wie es oftmals bei Stress bedingten Verspannungen im oberen Rücken, der Schulter und des Nackens beobachtet werden kann. Kontrahierte Muskeln und auch Verklebungen (Schlacken) verengen Gefäße und führen zu einer Verlangsamung der Qi- und Blutzirkulation und des Stoffwechsels (Stagnation). Angefeuert etwa durch Stress entsteht eine Art “Reibungswärme“ (Hitze), das die Verspannung verstärkt. Das Schaben ist vor allem eine lokale Entgiftungstherapie, es werden Schlacken schneller und besser beseitigt als nur durch Massage. 

TuinaAnmo Schaben
Tuina Moxen

Moxibustion

Moxen ist eine Wärmebehandlung mit Beifußkraut (lat. Artemisia vulgaris). Durch das langsame Abbrennen von Beifuß entsteht eine intensive Gluthitze, womit tief sitzende Kälte lang anhaltend vertrieben werden kann. Hilfreich etwa bei chronisch kalten Extremitäten, Bauch- und Regelschmerzen oder rheumatischen Beschwerden aus Kälte. Die Anwendung erfolgt mit losem, gepressten oder gerolltem Beifußkraut ein paar Zentimeter über der Haut, flächig über einem Areal oder lokal an Akupunkturpunkten. Die wohltuende Wärme und die ätherischen Öle des Beifuß breiten sich entlang der Meridiane aus und verbleiben im Körper. Die TCM setzt das Moxen auch zur Stärkung der körpereigenen Kräfte ein.
Neue Aufmerksamkeit erhielt Beifuß durch die Nobelpreisträgerin für Medizin und Physiologie 2015, Tu Youyou. Ihre Forschungsarbeit beschäftigt sich mit dem Inhaltsstoff "Artemisinin" des einjährigen Heilkrauts, das ein wirksames Therapeutikum gegen Malaria darstellt.

Kontakt

Monica Montero-Wiesner

Diplomierte Tuina-Anmo-Praktikerin
TCM-Ernährungsberaterin in Ausbildung

Therapiezentrum für ganzheitliche Heilmassage
Grüngasse 25/3a, 1050 Wien
www.ghhm.at


Sie erreichen mich persönlich unter:

  + 43 660 416 65 92
  monica@tuinaanmo.at
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Ich freue mich auf Sie!
Monica Montero-Wiesner
Herzliche Grüße
Monica Montero-Wiesner

Grüngasse 25, keine zwei Minuten von der U4 Pilgramgasse